Constrictor Welt
  Boa Constrictor Imperator
 
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Kaiserboa (Boa c. imperator)

Die Kaiserboa zeigt die größte Vielfalt an Färbung, Körperbau und Größe innerhalb der Abgottschlangen. Namensgebend für die Art ist das auf der Stirn liegende Imperatorkreuz, das sich aus einem Streifen zwischen den Augen sowie dem Längsstrich von der Stirn zur Schnauze ergibt. Dieses kann bei einzelnen Individuen aber auch komplett fehlen. Ebenfalls typisch ist die im Vergleich zur Boa c. constrictor höhere Anzahl an Sattelflecken. Die einzelnen lokalen Erscheinungsformen der Kaiserboa werden derzeit anhand der Landesnamen ihres Verbreitungsgebiets vorgenommen.

Festlandformen 

  • Sonora: Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich auf die Region Sonora im Nordosten Mexikos. Die Tiere erreichen im Durchschnitt eine Länge von 160 bis 200 cm. Die Grundfärbung ist dunkelgrau, das Imperatorkreuz ist meistens vorhanden.
  • Mexiko: Das Verbreitungsgebiet zieht sich über die südliche Ostküste von Mexiko bis hinunter nach Guatemala, genauer von Tamaulipas bis zur Yucatan-Halbinsel. Die erreichbare Endgröße ist strittig, Stöckl & Stöckl sprechen von der kleinsten Kaiserboa mit einer durchschnittlichen Endgröße von 100 bis 140 cm während Bonny von einem 270 cm großem Exemplar berichtet. Insgesamt ist der Körperbau sehr schlank, das Imperatorkreuz ist nur selten vorhanden und die Grundfärbung besteht aus hellen, ins Gelbliche gehende Brauntönen. Viele Exemplare besitzen eine orange gefärbte Unterseite. Das Sattelfleckenmuster ist oft seitlich miteinander verbunden.
Das derzeit angenommene Verbreitungsgebiet der Kaiserboa (Boa c. imperator) in Zentralamerika.
  • Honduras: Die derzeit als Honduras-Variante bezeichneten Kaiserboas stammen aus Importen, die Mitte der 1980er Jahre nach Deutschland gelangten. Das genaue Verbreitungsgebiet dieser Lokalform ist nicht bekannt, dürfte sich aber über die gesamte Atlantikküste erstrecken. Die durchschnittliche Größe liegt bei 150 bis 180 cm. Diese Tiere unterscheiden sich von anderen Kaiserboas durch ihre rundere und insgesamt schlankere Kopfform. Das Imperatorkreuz ist häufig vorhanden. Die Grundfärbung ist ein rötliches Dunkelbraun. Bei vielen Tieren ist die Unterseite rosa bis rot gefärbt.
  • El Salvador: El Salvador ist die Heimat von Kaiserboas, die eine hell- bis dunkelgraue Grundfärbung aufweisen, aber auch fast schwarze Exemplare sind bekannt, deren Sattelflecken häufig miteinander verbunden sind. Das Imperatorkreuz ist meistens vorhanden. Die durchschnittliche Endgröße liegt zwischen 150 und 200 cm.
  • Nicaragua: Im Vergleich zu der Lokalform aus El Salvador sind die Kaiserboas in Nicaragua heller gefärbt, weisen aber ebenfalls meistens eine Verbindung der Sattelflecken auf. Das Imperatorkreuz ist fast immer vorhanden. Viele Kaiserboas aus Nicaragua besitzen zudem schwarze Einsprenkelungen am ganzen Körper. Die durchschnittliche Größe liegt zwischen 170 und 200 cm.
  • Costa Rica: Aus Costa Rica sind zwei unterschiedliche Lokalformen bekannt. Die Variante von der Pazifikküste besitzt eine helle Grundfärbung, die von olivgrün bis beigegelb reicht. Die Schwanzflecken sind häufig rot gefärbt. Die Verbreitung der zweiten Variante wird an der Küste des Karibischen Meeres vermutet. Diese Exemplare sind grau bis dunkelgrau gefärbt, die Färbung der Sattelflecken geht ins Rötliche. Die durchschnittliche Endgröße beider Varianten beträgt 240 bis 280 cm.
  • Panama: Diese Variante zählt zu den noch am wenigsten erforschten Kaiserboas. Die Grundfärbung ist grau bis dunkelgrau mit recht dünnen und weit auseinanderliegenden Sattelflecken. Die Endgröße dürfte bei etwas über zwei Metern liegen.
  • Kolumbien: Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Süden Panamas über Kolumbien bis nach Venezuela westlich der Anden. Die exakte Abgrenzung zur benachbarten Boa c. constrictor ist nicht möglich, so dass zumindest in den Übergangsgebieten mit Mischformen gerechnet wird. Hier fehlen allerdings herpetologische Studien. Die Grundfärbung reicht von hellgrau bis mittelbraun mit rötlich gefärbten Schwanzflecken, es wurden aber auch schon gelbliche oder orangene Exemplare gesichtet. Das Imperatorkreuz ist nur teilweise vorhanden und kann nicht als Unterscheidungsmerkmal zur Boa c. constrictor gelten. Der Körperbau ist insgesamt sehr massig, die Endgröße liegt im Durchschnitt bei 240 bis 300 cm.
  • Ecuador: Die genaue Eingrenzung des Verbreitungsgebietes innerhalb von Ecuador ist derzeit mangels Studien nicht möglich. Die Grundfärbung dieser Kaiserboas ist hell- bis dunkelgrau mit deutlich auseinanderstehenden dünnen Sattelflecken. Selbst die Weibchen dieser Variante werden selten größer als 200 cm.

Inselformen [Bearbeiten]

  • Sigmaboa (Mexiko): Das Verbreitungsgebiet sind die Marias-Inseln an der Pazifikküste von Mexiko. Die Grundfärbung ist hellgelb bis hellbraun, die Sattelflecken sind häufig miteinander verbunden. Die durchschnittliche Endgröße dürfte bei etwa 200 cm liegen.
  • Crawl Cay (Belize): Das Verbreitungsgebiet ist die Crawl Cay Insel in der Karibischen See. Diese Variante zeichnet sich durch einen sehr muskulösen Körperbau sowie eine längliche Kopfform aus. Die Grundfärbung ist hellgrau bis beigebraun mit sehr dunklen Sattelflecken. Häufig sind schwarze Einsprenkelungen über den gesamten Körper vorhanden. Die Endgröße reicht von 150 bis 180 cm.
  • Cay Caulker (Belize): Das Verbreitungsgebiet ist die Cay Caulker vor der Küste von Belize. Bei dieser Variante fehlt die rote Färbung vollkommen. Der Grundton ist ein helles Grau mit ebenfalls grauen, teilweise zusammenhängenden Sattelflecken. Das Imperatorkreuz ist häufig vorhanden. Die Endgröße reicht von 130 bis 150 cm.
  • Hog Island (Honduras): Das Verbreitungsgebiet sind die Schweineinseln an der Atlantikküste von Honduras. Die Grundfärbung dieser Variante ist sehr hell bis weiß, die ebenfalls hellgrauen bis hellbraunen Sattelflecken heben sich kaum ab. Teilweise können aber auch hellorangene Exemplare vorkommen. Die Endgröße liegt bei etwa 200 cm.
  • Islas de la Bahia (Honduras): Die Hauptinseln Utila, Roatan und Guanaja der Islas de la Bahía vor der Karibikküste von Honduras sind das Verbreitungsgebiet dieser dunkelbraunen bis rötlichbraunen Variante. Die Unterseite ist häufig rot gefärbt, was diesen Kaiserboas auch den Namen „Firebellies“ beschert hat. Die durchschnittliche Endgröße liegt bei etwa 200 cm.
  • Corn Islands (Nicaragua): Das Verbreitungsgebiet dieser Inselvariante sind die Corn Islands an der Atlantikküste Nicaraguas. Mangels genügender Typusexemplare kann keine Beschreibung vorgenommen werden, Bonny berichtet jedoch von keinen nennenswerten Abweichungen gegenüber der Festlandform. Allerdings sollen diese Tiere nur wenig über 100 cm groß werden.
             (Quelle: Wikipedia)
 
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